Englische Fassung

Folgt im Projekt

Diese Seiten zeigen den Entwurf auf Deutsch. Die englische Sprachfassung ist Teil der Umsetzung.

Häufige Fragen

Kurz gefragt

Die häufigsten Fragen zu Carbon2Chem® – einfach erklärt.

Projekt
Was ist Carbon2Chem®?

Ein Verbundprojekt von Industrie und Wissenschaft: Hüttengase aus der Stahlproduktion werden aufgefangen und mit grünem Wasserstoff zu Grundstoffen für die Chemie – etwa Methanol und Ammoniak. So bleibt Kohlenstoff im Kreislauf, statt als CO₂ in die Luft zu gelangen.

Technik
Was sind Hüttengase?

Gase, die bei der Stahlherstellung entstehen. Sie enthalten Kohlendioxid (CO₂), Kohlenmonoxid (CO), Wasserstoff (H₂) und Stickstoff (N₂). Bislang werden sie verbrannt.

Technik
Woher kommt der Wasserstoff?

Aus Wasser und Strom: Eine Elektrolyseanlage spaltet Wasser. Stammt der Strom aus Wind oder Sonne, ist auch der Wasserstoff „grün“. Im Technikum arbeitet eine Wasserelektrolyse mit zwei Megawatt.

Technik
Warum muss das Gas gereinigt werden?

In Industriegasen stecken hunderte Spurenstoffe, manche davon sind Katalysatorgifte. Die Gasreinigung im Technikum verarbeitet rund 240 m³ Hüttengas pro Stunde und bringt es auf die Reinheit, die die Synthese braucht.

Technik
Was entsteht aus dem Gas?

Vor allem Methanol und Ammoniak, außerdem höhere Alkohole. Zentrale Produktrouten sind Methanol, Harnstoff, höhere Alkohole und Polymere – Grundstoffe für Chemie und synthetische Kraftstoffe.

Standorte
Wo wird geforscht?

Im Carbon2Chem®-Labor in Oberhausen (rund 500 m², auf dem Campus von Fraunhofer UMSICHT) und im Carbon2Chem®-Technikum in Duisburg (3.700 m², seit Herbst 2018, direkt am Stahlwerk).

Standorte
Kann man das Technikum besuchen?

Das Technikum liegt direkt neben dem Werksgelände von thyssenkrupp Steel in Duisburg. Besuche bitte vorab anmelden. Jederzeit möglich ist der 3D-Rundgang auf der Seite Pilotanlage Duisburg.

Förderung & Partner
Wer fördert das Projekt?

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, vormals BMBF) – in drei Förderphasen von 2016 bis 2028.

Förderung & Partner
Wer ist beteiligt?

Über 20 Partner aus Industrie und Wissenschaft. Koordiniert wird Carbon2Chem® von thyssenkrupp gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut UMSICHT und dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion.

Klima
Wie viel CO₂ ließe sich nutzen?

Rund 20 Millionen Tonnen CO₂ aus der deutschen Stahlindustrie ließen sich jedes Jahr nutzen statt ausstoßen.

Klima
Wann ist das klimafreundlich?

Entscheidend ist, dass der Strom für die Wasserelektrolyse aus erneuerbaren Quellen stammt. Dann ersetzt Kohlenstoff aus Hüttengas fossilen Kohlenstoff in der Chemie und bleibt im Kreislauf.

Projekt
Wann kommt das in die Industrie?

In der dritten Förderphase, gestartet im Januar 2025, liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung in die industrielle Anwendung. Vor 2030 sollen die Ergebnisse einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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