Projekt · Überblick
Ein Baustein für den Klimaschutz
Wie lässt sich unvermeidbares CO₂ aus der Industrie auffangen und für die Chemie nutzen? Darum geht es in Carbon2Chem® – seit 2016, gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft.
Aus unvermeidbarem CO₂ wird Rohstoff
Das Pariser Klimaabkommen will die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen. Für die Europäische Union heißt das: 55 Prozent weniger CO₂ bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050.
Gerade die Grundstoffindustrie steht dabei vor großen Herausforderungen. CO₂ entsteht nicht nur bei der Energiebereitstellung, sondern in den Produktionsprozessen selbst – etwa bei der Herstellung von Stahl, Zement oder Kalk und bei der thermischen Abfallbehandlung. Zugleich braucht die Chemie Kohlenstoff, der nicht aus fossilen Quellen stammt.
Carbon2Chem® verbindet beides: Das CO₂ industrieller Punktquellen wird aufgefangen und für die chemische Industrie genutzt – über Carbon Dioxide Capture and Utilization (CCU).

Start der dritten Förderphase im Januar 2025.
seit 2016forschen Industrie und Wissenschaft gemeinsam an dieser Idee
3 PhasenFörderung durch das BMFTR, vom Labor bis zum industriellen Maßstab (2016–2028)
20+Partner ziehen an einem Strang – vom Konzern bis zur Uni
20 Mio. tCO₂ aus der deutschen Stahlindustrie ließen sich jedes Jahr nutzen statt ausstoßen
Technische Lösungen für die Transformation der Industrie
Carbon2Chem® entwickelt modulare Konzepte und Bausteine, um Kohlenstoffmonoxid (CO) und Kohlenstoffdioxid (CO₂) aus Industriegasen abzuscheiden und zu nutzen.
01
Kohlenstoff im Kreislauf
Kohlenstoff aus industriellen Punktquellen – Stahlwerken, Kalkwerken oder Abfallbehandlung – soll fossilen Kohlenstoff in der Chemie vollständig ersetzen.
02
Cross-industrielle Netzwerke
Modular aufgebaute Produktionsnetzwerke verknüpfen Stahl, Energie und Chemie an vorhandenen Industriestandorten.
03
Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit
Neben der Technik gehören Wirtschaftlichkeit und der Dialog mit Fachwelt und Gesellschaft fest zum Vorhaben.
Drei Bereiche, ein Projekt
Grundlagenforschung, angewandte Forschung und Industrie arbeiten eng zusammen. Die Gesamtkoordination stimmt die Arbeit ab und hält zusammen mit der Geschäftsstelle den Austausch im Konsortium und nach außen.
MO
Industrie
Dr. Markus Oles
Projektkoordinator · thyssenkrupp
GD
Angewandte Forschung
Prof. Dr. Görge Deerberg
Projektkoordinator · Fraunhofer UMSICHT
RS
Grundlagenforschung
Prof. Dr. Robert Schlögl
Projektkoordinator · Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion
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Projektbeschreibung
Drei Phasen bis 2028
Konsortium, Forschungsschwerpunkte und was in welcher Förderphase passiert.

Mission & Vision
Vom Prozessgas zur Wertschöpfung
Warum Carbon2Chem® Klimaschutz und Industrie zusammendenkt.

Geschichte
Zehn Jahre Carbon2Chem®
Vom Forschungswagnis 2016 bis an die Schwelle zum industriellen Maßstab.

Förderung
Gefördert vom BMFTR
Drei Förderphasen des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Neugierig geworden?
Entdecken Sie, wie aus Prozessgas Zukunft wird – verständlich erklärt, Schritt für Schritt.
